Hormone ahoi!
- fuchsmaedchen9
- 22. Feb. 2022
- 2 Min. Lesezeit

Gestern war der Tag der Tage - der Anfang der Hormontherapie. Morgens um 08:00 Uhr bin ich zu meiner Frauenärztin gewatschelt, um mir meine Spritze abzuholen. Zu meinem Glück bekomme ich diese allerdings nur einmal in den 3 Wochen. Bei sooo vielen Informationen und Terminen bringt man schonmal was durcheinander. Als ich dann auf der Liege lag, sagte meine Frauenärztin sie wird die Stelle am Bauch betäuben, da die Nadel sehr dick ist. OH MAN, ob dünn oder dick - ich hasse Nadeln. Und als ich gesehen habe WIE dick die Nadel wirklich ist, musste ich erstmal schlucken. Aber: es hat nicht wehgetan! Es ist nur ein großer blauer Fleck zurückgeblieben. Und oben drauf ein Entzug meiner Hormone. Und das hatte es wirklich in sich. Meine Schwägerinnen Dorothee und Ivonne waren zu Besuch und dann ging es auch schon los. Ich horchte den Erzählungen und merkte, wie meine Kehle und mein Mund immer trockener wurden. Und dann - wie aus dem Nichts - fing ich bitterlich an zu weinen. Mein Herz hat so schnell geklopft und das Einzige, woran ich denken konnte war: scheiße, ich hab so Angst zu sterben und ich will nicht sterben!
Plötzlich - ebenfalls wie aus dem Nichts - war alles wieder gut. Wir haben über alles Mögliche gesprochen und sogar gelacht und dann überkam es mich wieder völlig unerwartet. Ich bin aufgestanden und habe angefangen die Spülmaschine einzuräumen und währenddessen kam mein kleiner Neffe Anton und hat mich angelächelt. Dann war wieder alles gut. Zwischendurch rief meine Mama an, das brachte mich dann wieder zum Weinen. Kurz darauf war alles wieder gut. Und so zog sich das stundenlang. Auch wenn es sich jetzt nicht schlimm anhört, war es wirklich unheimlich anstrengend für mich. Nicht nur für mich - unser Kater hat auf jeden Fall die Flucht ergriffen und ich denke mein Mann hat auch schon ein Schlupfloch gesucht. :)
Aber Spaß beiseite, danke an meine Schwägerinnen, Mutti, Timmi und meine beste Freundin Katrin die in der Situation da waren. Ich glaube wenn jemand Angst hat zu sterben und das so äußert wie ich - das ist echt nicht einfach und muss auch ausgehalten werden. DANKE!
Ab jetzt heißt also: Daumen drücken, dass die Hormone sich an den Knotenarsch heften und ihn richtig ärgern!
Die Natur gibt mir Kraft und lässt mich oft Negatives positiv sehen - nö ich bin nicht verrückt! Aber dieses Lied von Revolverheld habe ich beim Joggen gehört:
"Denn vielleicht sieht mich die Sonne ja nur vor lauter Regen nicht,
und die nächste Chance liegt schon da vorne hinterm Gegenlicht.
Sing in den schiefsten Tönen, dunkle Wolken ziehen schnell,
dahinten wird´s schon wieder hell" (Revolverheld - Dahinten wird´s schon wieder hell)
Und dann habe ich DAS gesehen, habe es schnell für euch festgehalten und den Tag mit einem Lächeln begonnen.

Meine Mutter hat übrigens eine Katze in den Wolken erkannt. Und meine Schwägerin sieht ein Kind, das mit einem Kissen kuschelt. Und ihr so?




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