Vegan & Krebs?
- fuchsmaedchen9
- 10. März 2022
- 3 Min. Lesezeit
!GUTE NEUIGKEITEN!
Die Ergebnisse der Knochenszintigraphie sind da. Keine Knochenmetastasen! :)
Geil, geil, geil. Das beruhigt mich unheimlich, denn eine meiner Ängste war, dass der kack Knotenarsch gestreut hat. Mein Körper hat dem wohl gesagt, dass der das garnicht erst versuchen muss!
Zur Übersicht, welche Ergebnisse noch ausstehen:
BRCA Bestimmung (Gen-Bestimmung): Ergebnis liegt noch nicht vor.
Oncotype: Ergebnis liegt noch nicht vor.
Erneute Stanze/Biopsie: Untersuchung erfolgt nächste Woche
CT Abdomen und Thorax: Keine Metastasen
Knochenszintigraphie: Keine Metastasen
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Seit Januar diesen Jahres ernähre ich mich übrigens größtenteils vegan. Schon vor meiner Brustkrebsdiagnose habe ich gemerkt, dass ich irgendwas ändern muss. Ich hatte unheimlich Schwierigkeiten Gewicht zu verlieren, fühlte mich antriebslos und müde, hatte Pickel ohne Ende, dadurch bedingt kein Selbstwertgefühl mehr und war durch meine ganze Krankheitsgeschichte in den letzten 2-3 Jahren letztlich auch emotional ordentlich angeschlagen.
“Ich muss etwas ändern, damit es mir endlich besser geht.”, das habe ich selbst zu mir gesagt. Aber etwas ändern ist immer so leicht gesagt - das Umsetzen ist dagegen ziemlich schwer. Zu dem Zeitpunkt erschien mir das Einfachste die Umstellung der Ernährung. Durch meine Schwägerinnen hatte ich schon einen Einblick in die vegane Ernährungswelt. Deshalb wusste ich, wie lecker das sein kann. Also nix “nur Salat und Jemüs”. ;)
“Rotes Fleisch und tierische Produkte sind krebserregend!”, das ist ein Satz der immer in meinem Gedächtnis ist. Daher war es für mich jetzt also umso wichtiger, zu wissen ob der Satz der Wahrheit entspricht oder totaler Quatsch ist. Tatsächlich rät die WHO dazu, weniger rotes Fleisch zu essen. Und es gibt auch Lebensmittel die als krebserregend eingestuft werden. Aber wissenschaftliche Belege, dass die vegane Ernährung DIE Ernährung für Krebspatienten ist, gibt es nicht.
Ich für meinen Teil finde aber, dass ich mich seitdem viel bewusster mit gesunden und ungesunden Lebensmitteln auseinandersetze. Wir kaufen regionales Obst und Gemüse, kochen und backen nicht mehr mit raffiniertem Zucker oder Weizenmehl und ernähren uns tatsächlich viel ausgewogener und gesünder. Generell pflegen wir seitdem einen viel gesünderen Lebensstil und der trägt mit Sicherheit zur Gesundheit bei. Außerdem stelle ich mir vor, dass sich der Knotenarsch von Fleisch ernährt und schrumpft, wenn ich das eben weglasse. Die Kraft der Gedanken wird oft unterschätzt! Würde ich das also nicht schon seit Januar machen, hätte ich mich spätestens nach der Diagnose dafür entschieden. ABER: auch ich esse mal gerne Eier - also Hühnereier ;) Es muss sich gut anfühlen!
Ebenso ist es im Kreis Heinsberg schwierig Restaurants zu finden, die vegane Gerichte anbieten. Daher esse ich auswärts dann meistens vegetarisch.
Wer sich näher informieren möchte, kann sich gerne mal durch die Seite klicken:
(Falls der Link nicht funktioniert: https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/krebs-vorbeugen/ernaehrung-praevention/index.php)
Meine Hausärztin hat mir auch Blut abgenommen und das Einzige, was mir fehlt, ist Vitamin D. Wobei man sagen muss, dass die Sonne ja erst seit kurzem wieder da ist! :) Ansonsten sind alle Werte tippitoppi! Das zu kontrollieren war mir vor allem jetzt wichtig, da mein Körper ja ordentlich arbeiten muss und das kann er am besten, wenn es ihm an nichts mangelt.
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In den letzten zwei Tagen ging es mir übrigens nicht gut - ich hatte wirklich schlechte Tage und auch absolut keine Lust irgendetwas zu schreiben. Irgendwie war ich in einem Loch, habe geweint und mich gefragt ob das Aufgeben nicht einfacher ist das als dagegen kämpfen. Da spreche ich aber nur für mich - nicht jeder Krebspatient denkt oder fühlt so. Ein kleines Sensibelchen war ich nämlich schon immer und ich habe das Gefühl, dass die Tabletten und die herbeigeführten Wechseljahre das Wechselbad der Gefühle noch verstärken. Ich finde es erstaunlich, dass mich sooooviele Nachrichten mit “Du bist so stark” oder “Echt klasse wie du damit umgehst” erreichen, während ich hier manchmal sitze und nur weinen könnte. Das wird aber meistens nicht gesehen - gewollt nicht gesehen. Manchmal halte ich solche Gedanken für mich. Denn dieses ständige Auf und Ab ist nicht nur für mich furchtbar anstrengend und nervenaufreibend. Dennoch merke ich immer wieder, dass es gut tut Gedanken auch mal zu teilen.
“Weinen, bis alles raus ist. Dann den Menschen der einem die meiste Kraft gibt, fest in den Arm nehmen, Kraft aufsaugen und wieder nach vorne schauen. Aufgeben ist keine Option. Nur wer kämpft, kann gewinnen.” Diesen wertvollen Tipp kann sich gerne JEDER zu Herzen nehmen.
Sowas und sonnige Tage wie heute zeigen mir dann wieder, dass es ok ist zu weinen. Es ist ok, einen schlechten Tag zu haben. Das gilt ja nicht nur für Krebspatienten sondern JEDEN Menschen. Wir müssen nur nach dem Regenschauer den Kopf wieder aufrichten und weitermachen. Mein gute-Laune-Tipp: mit dem Rad zum See oder in den Wald fahren. :)





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